Koh Samet: Paradiesisches “Paradee”
Strandtraum in Stadtnähe! Koh Samet gehört nach wie vor zu den ursprünglichsten Bade-Destinationen Thailands und ist eine wesentlich entspanntere Alternative zu Phuket oder Koh Samui. Die kleine Tropeninsel erhebt sich vor der Küste von Rayong, rund 200 Kilometer südöstlich von Bangkok. Das Thailand-Lifestyle-Team steigt am liebsten im privat geführten Traumresort ‘Paradee’ ab, denn es liegt am völlig abgeschiedenen Ao Kiew Beach – dem schönsten Strand der gesamten Insel.
Das größte Plus ist die Nähe zur Hauptstadt. Hier braucht man keinen Flieger. Für unsere Reise gönnen wir uns einen Fahrservice, der uns nach drei Stunden Autofahrt direkt zum Jadet Pier bringt. Merken Sie sich diesen Namen, denn dies ist nicht der viel frequentierte Ban-Phe-Pier, von dem die öffentlichen Fähren und Speedboote ablegen.

Nach dem Check-in an der Paradee-Rezeption bringt uns das hoteleigene Speedboot direkt an den südlichsten Zipfel von Koh Samet – ein kleiner Tropentraum weit weg vom üblichen Touristenrummel. Die Überfahrt über den Golf von Thailand dauert nur 15 Minuten. Ein kleiner Luxusmoment, der uns perfekt in unser Inselabenteuer einstimmt.

Schon bei der Einfahrt in die Bucht zeigt sich, was das Paradee ausmacht. Das Wasser schimmert in allen Türkistönen, dahinter liegen tropische Hügel, und in wenigen Minuten werden wir am Privat-Steg anlegen und in eine Welt aus Dolcefarniente, Natur und barfüßigem Luxus eintauchen.

Was für ein Empfang! Eine ganze Reihe strahlender Mitarbeiter erwartet uns am Steg. Mit kühlen Tüchern, einem herzlichem Lächeln und dem traditionellen Wai beginnt unser Aufenthalt und man spürt sofort: Gastfreundschaft ist hier keine Floskel, sondern gelebte Kultur.

Nach der Ankunft geht’s im Buggy in Richtung Villa. Ein sanfter Start in ein paar Tage voller Paradee-Magie.

Doch bevor wir zu unserem Hideaway gebracht werden, nimmt uns unser Fahrer mit auf eine kleine Rundfahrt über das Gelände. So bekommen wir einen guten Überblick über das Resort und seine versteckten Ecken.
Erster Eindruck
Vorbei geht’s zunächst am halboffenen Restaurant. Es ist diese entspannte, tropische Architektur, die mir so gefällt und die schon beim flüchtigen Vorüberfahren dieses wohltuende „Urlaub beginnt jetzt“-Gefühl in uns weckt.

Der Pool liegt wie eine Oase im Herzen der Anlage. Ringsherum schattige Plätze, sanfte Musik und ein leichtes Plätschern der Wasserspiele.

Und dann der puderweiche, schneeweiße Strand! Ganz im Süden der Insel gelegen, eingebettet in eine Hügellandschaft, bleibt dieser Ort frei von auswärtigen Tagesgästen und ist somit im sonst so überlaufenen Thailand noch ein Insel-Geheimnis. Und ist das nicht herrlich? Unter diesem natürlichen Schattendach kann man stundenlang lesen oder einfach nur aufs Meer blicken. Ein Stück Robinson-Feeling, nur viel bequemer.

Und weiter geht’s mit unserer kleinen Resort-Tour. Zwischen dichtem Grün liegen die einzelnen Villen wie kleine, versteckte Refugien. Jedes Haus hat einen ganz eigenen Charakter. Die Räume sind individuell eingerichtet und von üppiger Natur umrahmt. Unsere Ferienvilla stelle ich Ihnen gleich noch ausführlich vor.

Kurzer Halt an der Wassersportstation. Diese ist perfekt organisiert, sodass Wassersportfans voll auf ihre Kosten kommen.

Die Sunset Bar neben dem Steg erhebt sich auf einer Felsformation direkt über dem westlich ausgerichteten Strand – der perfekte Logenplatz für goldene Stunden. Wie wir erfahren, werden dort in entspannter Atmosphäre mehrere Signature Cocktails und kleine Häppchen serviert.

Für mich steht fest: Hier reserviere ich für uns noch vor dem Dinner einen Platz – das ist beschlossene Sache.
Die Villen
In tropische Gärten eingebettet, die sich von den Anhöhen bis hinunter zum Strand ziehen, liegen insgesamt 40 Villen. Jedes Haus besitzt ein markantes, steil geneigtes Reetdach und bietet – je nach Kategorie – bis zu 100 Quadratmeter Wohnfläche.

Es gibt fünf verschiedene Villentypen: von Gartenhäusern über Strand-Bungalows – jeweils mit und ohne privaten Pool – bis hin zu luxuriösen Pool-Villen mit bis zu 200 Quadratmetern. Letztere liegen erhöht auf einem Felsplateau mit Traumblick über den Golf von Thailand, z.B. Villa 101 & 102. Hier ist der Überblick über die Optionen.

Was alle Häuser im Paradee gemeinsam haben: Ultimative Privatsphäre. Jede Unterkunft steht für sich, abschirmt von exotischen Pflanzen und immergrünen Hecken. Auch die Wege zwischen den Villen sind bewusst so angelegt, dass man kaum jemandem begegnet.

Fakt ist: Das Paradee ist kein Ort für Trubel, sondern für Paare, Ruhesuchende und Genießer, die sich für ein paar Tage in ihre eigene kleine Welt zurückziehen möchten.
‘Beachfront Pool-Villa’
Unsere Empfehlung: Buchen Sie eine Villa mit privatem Pool direkt am Strand – so wie wir. Wir haben uns im Haus 106 einquartiert.

Gleich hinter der Eingangstür liegt unser überdachter Essplatz – perfekt für einen Kaffee am Morgen oder einen Absacker nach dem Dinner.

Sofort fühlen wir uns wohl. Drinnen präsentiert sich dieser gemütliche Lounge-Bereich mit edlem Teakholz, Rattan und hochwertiger Thai-Seide. Diese Kombination schafft ein Ambiente, das sich wunderbar behaglich anfühlt. Die Naturfarben, Materialien und Boden-Mosaiken erinnern mich ein wenig an balinesische und marokkanische Designs, die ich sehr mag.

Der schönste Raum ist für mich jedoch das großzügig geschnittene Schlafzimmer. Die weichen Stoffbahnen und das geschmackvolle Interieur vermitteln sofort ein Gefühl von Geborgenheit.

Ein echtes Highlight: die runde, fast römisch anmutende Regendusche mit ihrer halboffenen Decke. Holzlamellen überspannen den Raum wie ein leichtes Dach, lassen aber genügend offenen Himmel frei. Wenn warmes Wasser aus dem kupferfarbenen Duschkopf fällt und man nach oben schaut, fühlt sich selbst eine simple Dusche wie ein kleines Wellness-Ritual an.

Alle Räume sind großzügig verglast, sodass Innen- und Außenwelt fast ineinander übergehen. Ich liebe den Blick vom Bett auf die Terrasse, umgeben vom satten Grün des Dschungels und seinen lebhaften Waldbewohnern.

So beginnt jeder Morgen mit einem Konzert von Tausenden von Grillen, das mitunter durchaus kraftvoll ausfallen kann. Aber diese Naturklänge gehören nun mal zu Thailand wie Palmen und Sonnenlicht.

Das Frühstück wird auf Wunsch in der Villa serviert. Wer lieber unter Menschen ist, spaziert einfach hinüber ins Restaurant und bedient sich am Buffet. Wir jedoch verbringen die Tage lieber in unserem kleinen Refugium und genießen den Blick auf Strand und Meer.

Zahlreiche Villen im Paradee haben einen privaten Pool – ein Detail, das wir schnell zu schätzen wissen. Sonnenbaden, lesen, abkühlen, bräunen und träumen…! Genau so stellt man sich einen perfekten Inseltag vor, oder?

Der Strand
So schön unser privater Pool auch ist – wenn man schon in Thailand weilt, führt kein Weg am Meer vorbei. Und zum Glück liegt der Ao Kiew Beach nur ein paar Schritte von unserem Strandhaus entfernt. Man geht den ganzen Tag barfuß, denn hier ist der Sand so fein wie Mehl und vollkommen frei von Kieseln oder scharfkantigen Korallenstücken.

Die tief hängenden Äste der Strandbäume wirken wie kleine Naturpavillons, und mir wird bewusst, wie viel schöner diese Szenerie ist als ein Strand voller Sonnenschirme.


Wer keine Lust auf Ruhe sondern auf Bewegung hat, findet selbst in dieser Abgeschiedenheit genügend Abwechslung. Lust auf eine sportliche Segeltour? Ein Nacra-Katamaran wartet am Strand auf seinen Einsatz.

Der Pool
Nach einem langen, erlebnisreichen Tag voller Bewegung gönnen wir uns eine Pause im Herzen des Resorts. Im Poolbereich setzen wir die Leichtigkeit des Seins einfach fort.

Das Wasser schimmert im nahezu selben Farbton wie das Meer, und bei dieser Szenerie fällt es mir schwer, nicht ins Schwärmen zu geraten. Je nach Tageszeit verwandelt sich die Wasseroberfläche des Infinity Pools in ein eigenes kleines Schauspiel: Mal spiegeln sich Wolkentürme gestochen klar darin, mal verschwimmen ihre Konturen weich wie mit Aquarellfarbe gemalt.

Zwischen den dramatischen Himmelsformationen brechen immer wieder einzelne Sonnenstrahlen hervor und tauchen das Meer am späten Nachmittag in ein silbrig schimmerndes Licht.

Dieser Anblick fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. So sehr, dass ich immer wieder einfach innehalte und diesen magischen Moment in mich aufsauge.

Romantik pur: Abends präsentiert sich der Ao Kiew Beach als Open-Air-Restaurant – doch halt…!

Zunächst möchte ich Ihnen noch an einen ganz besonderen Platz zeigen, wo Sie den Sonnenuntergang in seiner vollen Intensität erleben können.
Die ‘Sunset Bar’
Wer im Paradee den perfekten Platz zum Ausklang des Tages sucht, wird ihn hier finden: hoch oben auf einer Felsformation, mit weitem Blick auf das westlich gelegene Meer. Die Holzterrasse der Bar thront wie ein luftiger Balkon über der Bucht.

Dies ist mit Abstand der schönste Sundowner-Spot von ganz Koh Samet. Am Steg wartet ab 17 Uhr dieser traumhafte Liegeplatz über dem Wasser – eine frühzeitige Ankunft wird daher empfohlen.

Auch im Restaurant selbst findet man bequeme Sitzgelegenheiten. Ein Ambiente, das einfach Freude macht.

Wer lieber in einem klimatisierten Raum Platz nimmt, begibt sich in die Glasveranda. Zwischen üppigen Palmen, Farnen und tropischen Blättern stehen bequeme Rattan- und Lounge-Sessel,…

… doch wir entscheiden uns für einen Premium Seat auf der Terrasse. Zur Happy Hour hat das Paradee allerlei Leckereien im Angebot, vor allem Signature Drinks, die es sonst nirgendwo gibt. Passend zur Szenerie bestelle ich einen „Ocean’s Lullaby“, eingehüllt vom warmen Glanz der untergehenden Sonne.

Dazu werden „Mixed Canapés“ serviert, hübsch angerichtet und fast zu schön zum Essen.

Während die Sonne langsam den Horizont berührt und das Meer in Kupfer- und Rosétöne taucht, wird diese Bar zu einem jener Orte, die man so schnell nicht vergisst. Hier hat man tatsächlich das Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Und wenn die letzten Sonnenstrahlen im Wasser verlaufen, wächst die Vorfreude auf das, was den Abend abrundet: ein Dinner im Kerzenlicht-Ambiente.
Das Restaurant

Das Hauptrestaurant des Paradee ist im Stil einer traditionellen Thai Sala gebaut – ein kreisrundes, offenes Pavillon-Konzept, das den Blick auf Pool, Strand und den Golf von Thailand freigibt. Morgens kann man zwischen Buffet und frisch zubereiteten à-la-carte-Gerichten wählen. Zum Lunch und Dinner werden neben internationalen Gerichten vor allem authentisches Thai Food und fangfrische Meeresfrüchte serviert.

Während der Schimmer von Kerzen und Laternen sanft über unsere Teller und Gläser gleitet, löst sich jeder Rest von Alltagsstress unter dem Wellenmantel des Meeres auf.

Und dann diese Szenerie im Mondschein, als wir zurück zu unserer Beach-Villa schlendern. Jeden Abend werden wir mit diesem Anblick beschenkt. Kein Jetski, keine Partymusik stört diese Idylle. Es ist, als würde Koh Samet die ganze Nacht den Atem anhalten.

Für mich ist dieser Moment die Essenz des Resorts: wohltuende Ruhe, unverfälschte Natur und eine landschaftliche Schönheit, die etwas Märchenhaftes in sich trägt.
Unser Fazit: Am abgeschirmten Ao Kiew Beach spürt man noch dieses ursprüngliche Inselfeeling, das Thailand für so viele zum Sehnsuchtsort macht. Eben ein Hauch Paradies im Paradee!
© Text: Nathalie Gütermann. Fotos: Nathalie Gütermann & Jörg Baston
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