Koh Phangan Hotel-Tipp: Anantara Rasananda
Wer glaubt, Koh Phangan sei nur etwas für Rucksackreisende und Partyvolk, wird im Anantara Rasananda eines Besseren belehrt. An der malerischen Thong Nai Pan Noi Bay zeigt die Insel ihre elegante, ruhige Seite: feiner Puderzuckersand, glasklares Wasser und ein Resort, das sich harmonisch in die Natur schmiegt. Statt lauter Beats und Neonlichter warten hier Privatpools, Villen im exotischen Design und der Duft von Frangipani in der warmen Tropenluft. Ein Ort für alle, die das wahre, stille Koh Phangan entdecken möchten – fernab vom Mainstream.
Wer Koh Phangan nur mit der legendären Full-Moon-Party verbindet, kennt die wahre Schönheit der Insel nicht. Im abgeschiedenen Nordosten offenbart sich ein Paradies fernab vom Trubel: das Anantara Rasananda. Ich war schon mehrfach in dieser traumhaften Inselecke und habe mit den Töchtern im gemütlichen Nachbarhotel Buri Rasa Village gewohnt – perfekt für Familien.

Diesmal jedoch wollten mein Mann und ich für ein paar Tage ganz bewusst „aussteigen“ – Zeit zu zweit, ohne Verpflichtungen. Nirgendwo auf Phangan kann man das besser als hier, wo barfuß gelebter Luxus auf tropische Gelassenheit trifft. Ein Rückzugsort, der alle Sinne berührt, denn hier befindet sich auch einer der schönsten Spas Thailands. Dazu gleich mehr…
Die Anfahrt
Der schnellste und bequemste Weg nach Koh Phangan: das elegante, hoteleigene Speedboot des Anantara Rasananda. Schon beim Boarding auf Koh Samui spürt man, dass die Reise Teil des exklusiven Erlebnisses ist.

Die Überfahrt dauert etwa 40 Minuten. (Alle Details dazu in der Infobox). Vorfreude pur, als die sanft geschwungene Thong Nai Pan Bucht in Sichtweite kommt. Das Wasser schimmert türkis, Palmen wiegen sich im Wind… – ein Panorama, das Urlaubsgefühle wachruft, noch bevor man den Fuß an Land setzt.

Kaum angekommen, lassen wir die Schuhe im Sand verschwinden und genießen die ersten Minuten in der Sonne. Die Liegen vor unserer Villa warten schon… –

… und mit ihnen das süße Nichtstun in seiner schönsten Form.
Unser Beach House
Schon beim Check-in werden wir herzlich von Khun Tua und einem erfrischenden “Welcome Drink” empfangen. Sie ist eine jener Seelen des Hauses, die mit Charme, Fürsorglichkeit und einem echten Lächeln dafür sorgen, dass man sich sofort zu Hause fühlt.

Insgesamt stehen den Gästen 64 Suiten und Villen zur Verfügung. Hinter dieser charmant verwitterten Holztür verbirgt sich unser kleines Paradies. Umrahmt von dichten Bambushecken und tropischem Grün öffnet sich der Blick auf eine Villa, die Privatsphäre und Natürlichkeit perfekt vereint.

Unsere Garden Pool Villa liegt nur wenige Schritte vom Strand entfernt – mit eigenem Pool, Daybed unter Palmen und Blick aufs Meer. Das leise Rascheln der Blätter und das Rauschen der Wellen verschmelzen zu einem Soundtrack der Entschleunigung.

Zwischen Pool und Pavillon verbringen wir die schönsten Stunden des Tages.

Ein Sprung ins kühle Wasser, ein Nickerchen im Schatten, ein Buch, ein Glas Prosecco – mehr braucht es hier nicht zum Glücklichsein.

Diesen Moment möchte man am liebsten für immer festhalten. So fühlt sich Ankommen an.

Wellenrauschen vor der Tür
Nur ein paar Schritte trennen uns von der feinsandigen Bucht. Die Liegen unter den roten Sonnenschirmen sind exklusiv für Villengäste reserviert. Panoramablick inklusive.

Das Lächeln der Mitarbeiter ist echt und ansteckend. Ob beim Handtuchservice oder Kajakverleih: die thailändische Gastfreundschaft ist allerorts hautnah spürbar.

Wassersport wird im Anantara Rasananda großgeschrieben. Wer Lust auf Bewegung hat, leiht sich kostenlos ein Kajak, Surfbrett oder Stand-up-Paddleboard direkt am Strand.

Villa-Design mit Seele
Zeit für eine kleine Verschnaufpause nach all diesen Aktivitäten.

Im Inneren unserer Villa erwartet uns eine wunderbare Atmosphäre zum Abschalten. Warme Holztöne, feine Seide und erdige Akzente schaffen ein Ambiente zwischen tropischem Charme und zeitloser Eleganz – auch im Waschraum.

Das großzügige Badezimmer ist eine Oase für sich – mit Doppelwaschbecken, edlen Details und einem Hauch von Spa-Ambiente. Der Clou: Die Outdoor-Dusche unter freiem Himmel, die für echtes Dschungel-Feeling sorgt. Ein guter Start in den Sonnentag.
Highlight: Floating Breakfast

Ein Höhepunkt des Tages: das legendäre “Schwimmende Frühstück”, serviert mitten im Privatpool. Auf dem schwimmenden Tablett sind Croissants, tropische Früchte, Eggs Benedict und frischer Saft hübsch arrangiert. Ein Fest für Augen und Gaumen. Definitiv ein Frühstück der besonderen Art!

Wenn dann am Ende des Tages die Sonne langsam im Golf von Thailand versinkt, färbt sich der Himmel mit goldenen Tönen. Vor unserer Villa wird es still. Nur das sanfte Rauschen der Palmen und Wellen begleiten diesen Moment.

Das Meer glitzert ein letztes Mal, bevor die Nacht hereinbricht. Jetzt ist es Zeit, sich fürs Dinner fertigzumachen. Der Abend verspricht, genauso magisch zu werden wie der Tag.
Yukinoya Restaurant
An unserem ersten Abend gönnen wir uns Kulinarisches aus Japan im hoteleigenen Signature-Restaurant. Dort erleben wir asiatische Finesse auf höchstem Niveau.

Seit seiner Eröffnung zählt das Yukinoya Japanese Restaurant zu den besten Adressen der Insel. Ein Geheimtipp für Feinschmecker, die fernab vom Mainstream neben exzellenter Küche auch ein elegantes Ambiente genießen wollen.

Passend zu den raffinierten Gerichten aus dem Land der aufgehenden Sonne bietet die gläserne Wine Lounge eine erlesene Auswahl an Premium-Weinen und internationalen Spitzenlabels – perfekt temperiert und stilvoll präsentiert.

Sie haben die Wahl: Entweder reservieren Sie Ihren Tisch auf der Terrasse mit Blick über die stimmungsvoll beleuchtete Pool-Landschaft …,

… oder Sie entscheiden sich für den klimatisierten Innenraum – so wie wir. Denn hier spielt sich das eigentliche Geschehen ab: an der Live-Cooking-Station, wo thailändische Leidenschaft und japanische Präzision miteinander verschmelzen.

Teppanyaki Dinner Experience
Ein kulinarisches Schauspiel der Extraklasse! Direkt vor unseren Augen entstehen köstliche Teppanyaki-Gerichte, kunstvoll zubereitet, mit flinken Messern und flackernder Flamme.

Doch Vorsicht! An der Theke, rund um die dampfende Grillplatte, kann’s schon mal heiß hergehen. In diesem Fall darf man das ruhig wörtlich nehmen.

Premium Cut à la minute! Hier wird gerade australisches Striploin zur Perfektion gebraten – anschließend serviert mit Hibachi-Gemüse, Knoblauchreis und dieser unverwechselbaren Teppanyaki-Note, die mich einfach süchtig macht.

Sushi & Sashimi vom Feinsten
Neben dem Grill bietet die Karte auch kunstvoll arrangierte Sushi- und Sashimi-Platten mit Thunfisch, Königslachs, Hamachi, Seebarsch und Tako. Frisch und hauchzart aufgetischt.



Unser Fazit: Ein eingespieltes Team, ein Teppanyaki-Meister am Grill und ein japanisches Dinner, das man so schnell nicht vergisst. “Arigatō” – und herzlichen Dank für diesen unvergesslichen Abend!

Das Beach-Bistro
Wir bleiben bei den kulinarischen Genüssen, die das Anantara Rasananda zu bieten hat. Zum Mittagessen zieht es uns täglich zum “The Bistro @ The Beach”. Hier darf man ruhig auch barfuß einkehren und die Füße im warmen Sand vergraben. “Barefoot Luxury” – im wahrsten Sinne des Wortes.

Highlights auf dem Menü: “Phangan Ceviche” mit Gelbflossenthunfisch, Avocado, Soja, Schalotten, Chili, Koriander und Seetang-Chips. “Gai Phad Med Ma Muang” – gebratene Hähnchenbrust mit Ananas und Cashewnüssen. Und zum Dessert: “Mango Crème Brûlée”, ein Mangosalat aus Minze, Zuckerkaramel und Pistazienkruste.

So richtig klassisch Thai: “Tom Kha Gai” – die berühmte cremige Kokos-Suppe mit Huhn, Champignons, Zitronengras und Kaffirlimettenblättern.

Mein Lieblingsgericht: “Yum Woon Sen” – ein scharfer Glasnudelsalat mit Meeresfrüchten, Zwiebeln, frischen Kräutern und einem Limetten-Chili-Dressing. Leicht und sättigend.

Im Edge 2.o – der Poolbar im Inselstil – gibt’s frische Fruchtsäfte, lokale Biere und natürlich klassische Cocktails oder Eigenkreationen wie den thailändischen Caipirinha.

Wer mag, kann seinen Drink auch am Strand genießen. Wie gesagt: Im Anantara Rasananda kann man überall die Seele baumeln lassen – zum Beispiel auf diesen weichen Sitzkissen, mit den Füßen im Sand und einem exotischen Cocktail in der Hand.

Die Pool-Landschaft
Zwar haben wir vor unserer Garden Villa unseren eigenen Plunge-Pool, doch ist es immer wieder ein Genuss, im großen Infinity-Pool des Resorts ein paar Runden zu drehen.

Dies ist ein Ort, an dem man das Gefühl bekommt, in den Horizont hineinzuschwimmen.

Türkisfarbenes Wasser und drumherum ein Hauch von Rot: So sieht Sommerglück à la Anantara aus. Wer mag, macht sich im Fitnesscenter fit.

Wenn sich die Dämmerung wie ein Schleier über das Resort legt und sich das sanfte Leuchten der Lampen im Wasser spiegelt, wirkt die Poollandschaft wie eine Bühne aus Licht und Magie.

Magisch ist jedoch noch etwas ganz anderes, das hinter Bambustoren und Blätterdächern auf seine Entdeckung wartet. Der wahre Zauber des Hauses entfaltet sich nämlich nicht am Strand, sondern ein paar Schritte weiter.
Highlight: Dschungel-Spa
Willkommen im Paradies der Sinne! Nach einem Tag voller Sonne und Meer gibt’s für mich nur eins: ein Spa-Besuch! Das Anantara Spa gehört mit zum Schönsten, was ich in ganz Thailand gesehen habe.

Schon der Eingang fühlt sich an wie ein Übergang in eine andere Welt. Diese Wohlfühloase liegt versteckt im tropischen Grün – eine Welt für sich, fernab von Lärm und Zeit. Wellness im Dschungel!

Auf dem Weg zu den Behandlungsräumen führt ein Weg aus weißen Steinen über Teiche und Wasserpflanzen. Hier präsentieren sich Natur und Architektur in vollkommener Harmonie.

Staunend stehe ich da und lasse die märchenhafte Szenerie auf mich wirken. Die strohgedeckten Pavillons liegen eingebettet im üppigen Wald. Alles, was ich hier wahrnehme, sind Vogelgezwitscher, plätscherndes Wasser und sanfte Musik. Die perfekte Symphonie zum Abschalten.

Jedes Detail wird hier zelebriert. Auf Tischen stehen wohltuende Öle, Blüten und Aromen, die man sich für seine Session aussuchen kann. Die thailändische Philosophie von Körper, Geist und Seele ist allerorts spürbar.

Selbst mein Mann, der Wellness bisher für überbewertet hielt, ließ sich vom Dschungelambiente verführen. Und was soll ich sagen? Nach der Massage kam er tiefenentspannt zurück – … vor allem mit der Erkenntnis, dass manchmal selbst die skeptischsten Männer einfach nur loslassen müssen! 😉

Für Paare gibt es übrigens besondere Rituale wie zum Beispiel „Romance in Heaven“: ein zweistündiges Spa-Erlebnis mit Milchbad, Aromamassage und Blütenzeremonie.

Wer lieber aktiv entspannt, kann beim Muay Thai-Kurs die Kunst der acht Gliedmaßen erlernen oder Yoga-Stunden mit Blick auf den Dschungel buchen.

Noch ganz erfüllt von meiner “Auszeit” gehe ich den Steg hinunter, bereit für das nächste Thailand-Abenteuer. Doch ein Teil von mir bleibt hier.

Mein Fazit: Jeder Schritt durch dieses Hideaway erinnert mich daran, wie wichtig es ist, in einer lauten Welt hin und wieder still zu werden – und etwas für Leib und Seele zu tun.

Auf dem Weg zurück zu unserer Villa lasse ich die Tage im Anantara Rasananda Revue passieren: die kulinarischen Genüsse, das Meer, den Pool, den Duft des Waldes, die Massagen. Orte wie dieser sind es, die man nicht nur bereist, sondern in Erinnerung behält – wie eine kleine Auszeit vom Leben selbst. Vielleicht ist genau das der Inbegriff von Wohlgefühl.
© Text: Nathalie Gütermann. Text & Fotos: Nathalie Gütermann & Jörg Baston
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