Thailand-Lifestyle.com präsentiert: Dorf-Urlaub mit "Locals" in Khon Kaen

Khon Kaen Homestay: Dorf-Urlaub mit “Locals”

❂”Open to new shades”❂ So heißt ein neues TAT-Konzept, das auf große Zustimmung bei all jenen stößt, die “neue Perspektiven entdecken” möchten und sich gerne auch Unbekanntem öffnen.  Nirgendwo kann man die völlig verschiedenen Aspekte von “Thainess” besser erforschen als in Khon Kaen…

… denn in der Provinzhauptstadt im Nordosten des Königreichs (auch als “Isaan” bekannt), gibt’s seit Mitte des Jahres 2018 ein ganz neues Ferien-Projekt,  das Thailand-Besuchern eine völlig ungewöhnliche Erfahrung inmitten der Natur und im Kreise von 14 thailändischen Gastfamilien beschert. Gleich 3 Dörfer  in der Nähe von Khon Kaen heißen all jene Individualreisenden willkommen, die den unbändigen Wunsch haben, die unbekannteren Regionen Thailands zu erforschen und einen originelle Urlaub  abseits von Pauschaltouristen und Urlaubshochburgen zu genießen!

Und zwar im preisgünstigen Airbnb-Stil!

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Ich habe schon mehrere “Villages” im Isaan besucht und war jedes Mal von der Natürlichkeit und Herzlichkeit der Bewohner begeistert. Ich denke hierbei vor allem an das bezaubernde Dorf “Tai Ka” in Nakhon Phanom, wo ich erstmals im Juni 2018 die Gelegenheit bekam, das wahre Leben und Wirken der Bevölkerung im Nordosten Thailands hautnah kennen zu lernen.

Auch Khon Kaen habe ich schon öfters bereist und einige Highlights dort entdeckt. Da wäre zum Beispiel das Dinosaurier-Museum mit seinen prähistorischen Funden. Oder die berühmte Produktion von schimmernden Seidenstoffen im “Mudmee”-Stil. Oder das zauberhafte “Suppaniga Home”, eingebettet in einen riesigen Park mit altem Baumbestand!

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Das alles ist unbedingt eine Reise wert, doch auch diese “Locations” erlebt man am Ende auch nur als “Gast” und bekommt nicht wirklich die Chance, einmal so richtig in das vielschichtige Leben der Einheimischen einzutauchen. Viele Thailand-Fans wie ich würden allzu gerne wissen:

Wie lebt es sich auf dem Dorf? Und inmitten einer thailändischen Familie? Wie schmeckt deren Hausmannskost und was kann man alles in dieser Gegend unternehmen?

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, kann ich Ihnen wärmstens empfehlen: verbringen Sie einige Tage mit den “Locals” mitten auf dem Lande – zum Beispiel in der Provinz von Khon Kaen Dort ist dies möglich!

Mit Großfamilien frühstücken, mit den Bauern aufs Feld und mit den Fischern zum Angeln gehen, mit der Großmutter das Lunch vorbereiten, am Nachmittag die Gegend mit dem Fahrrad erkunden oder sich in Handwerkskunst üben, und dann – am Abend – bei typisch thailändischen Tänzen mitmachen…

…ach, das ist doch mal was ganz anderes, oder? 🙂

Wer wirklich an “Land & Leuten” und an der Kultur eines Landes interessiert ist, der wird sich so wie ich vielleicht fragen: Was machen Jung & Alt von früh bis spät? Welche Werte haben sie und welche Traditionen werden gepflegt? Geht es ihnen gut und wie verdienen sie ihr Geld?

Gerade wenn es um Letzteres geht, verschwindet so manches Lächeln. Das Thema “Zukunftsperspektive und Verdienst” war bis vor Kurzem ein Reizthema. Tatsächlich besteht das große Problem vor allem im ärmeren Nordosten darin, dass die “Jungen” in die Großstädte ausweichen, um dort ihr Glück zu ver(suchen). Viele wollen nur noch weg und lassen leider die “Alten” zurück. Das ist für die Eltern und Großeltern-Generation natürlich mehr als traurig, legen sie doch großen Wert auf den Familienzusammenhalt und die Fortführung ihrer Traditionen.

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Ein neues Konzept will dieser “Auswanderung” nun auf originelle Weise Einhalt gebieten und der jungen Generation die Arbeit auf dem Dorf wieder schmackhaft machen. Mit Erfolg.


Sila Project: Ferien im “Homestay”-Village

“Sila Homestay” ist nicht einfach nur ein übliches Gästehaus! Nein, hier handelt es sich um drei Gäste-Dörfer! Wer Thailand und seine Bevölkerung wirklich hautnah und unverfälscht für sich entdecken möchte – und zwar nicht als typsicher Tourist – , der sollte sich genau hier einquartieren.

Besucher werden gleich mehrere Tage lang in den Privathäusern der Einheimischen aufgenommen und in die täglichen Aktivitäten mit eingebunden. Wie klasse ist das denn…! Bislang haben sich 14 Familien zusammengeschlossen, die mit Freude alle interessierten Thailand-Fans empfangen und ihnen unvergessliche Ferien auf dem Lande bescheren.

Nun muss man aber dazu sagen: so ganz abgeschnitten von der Welt ist man in der “Sila Gemeinschaft” nicht; die Nähe zur Provinzhauptstadt ist ein Plus. Khon Kaen ist eine größere City mit eigenem Flughafen.

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Um auch Entscheidungsträgern im Tourismus, in der Hotellerie und Gastronomie diese bislang eher unbekannte Destination näher zu bringen, wurde sie im November 2018 als Veranstaltungsort des PATA Destination Marketing Forums 2018 (PDMF) ausgewählt.

In diesem Rahmen, und unter dem Motto “Isaan Handicraft & Culture”, wurde unter anderem ein Besuch der “Sila Homestay Dörfer” vom thailändischen Fremdenverkehrsamt organisiert. Dank dieser Tour wurde auch ich auf dieses neuartige Urlaubskonzept im AirBnB-Stil aufmerksam.

Wie man von der TAT hört, wächst das Interesse der Städter und Urlauber, außer den üblichen Insel-Aufenthalten oder Shopping-Touren durchaus auch mal das einfache landwirtschaftliche Leben zu erkunden und einige Zeit mitten in der Natur zu verbringen. Khon Kaen scheint hierfür prädestiniert zu sein. Doch nicht nur das!

“Vor allem gibt es einheimischen Jugendlichen einen Grund zum Bleiben, denn in diesem Unternehmen steckt Geld”, erklärt uns Sangkom Panikom, Leiter der Sila Homestay Group. “Unsere Kinder und Enkel müssen ab sofort keinen Job mehr in Bangkok suchen, denn wir haben für sie eine ‘Karrieregruppe’ gegründet, die sie aktiv werden und Geld verdienen lässt.


Dem Charme des Isaans verfallen

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Das idyllische Umland ist mit üppigen Reisfeldern, Fischteichen, immergrünen Wäldern und farbenfrohen Blumengärten bedeckt – hie und da durchzogen vom Phong River und einigen Seitenkanälen. Längst bin ich dem Charme dieser ganz speziellen Ecke im Königreich erlegen.

Khun Pitsamai Thammada und Chatree Thongprathum widmen sich der Blumenzucht. “Mit Ringelblumen haben wir angefangen, aber heutzutage sind weiße Tuberosen unsere Spezialität”. Meine Presse-Kollegin Sigrid schwingt sich gerne auf einen Drahtesel, um die Gegend zu “erfahren”. Ich hingegen genieße eher die Kreuzfahrt entlang des malerischen Flusses (100 THB) und lasse mich danach zum Picknick mitten ins Grüne entführen!

Das diese “Leichtigkeit des Seins” und die allerorts herrschende Ruhe und Gelassenheit nichts mit Langeweile zu tun hat, merkt man hier übrigens schnell, denn zu tun gibt’s wirklich genug: Tagsüber werden Workshops zum Thema Reisanbau angeboten, danach geht’s zum Pflanzen direkt mit ins Feld.

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Oder Sie stellen Blumengirlanden, ein traditionelles Isaan Dessert oder eine “Thong Mangmum”-Flagge her, die bei religiösen Zeremonien verwendet wird – zum Beispiel in den nahe gelegenen Tempeln Wat Pho Sri oder Wat Chai Sri.


Anpacken muss man!

Vielleicht sind Sie auch am Anbau von organischem Gemüse und Kräutern interessiert?

“Ich bin bereit, unsere Besucher kostenlos über die hiesige Landwirtschaft, Viehzucht und Wasserspeicherung zu unterrichten. Aber im Gegenzug müssen sie schon etwas dafür tun und da und dort anpacken!”, lacht Bauer Khun Preecha, der den goldenen “Royal Projekt”-Regeln des verstorbenen Königs Bhumibol folgt.

Nebenan, im Bezirk Baan Don Kha, lernen wir Bio-Fäden zu weben, und wie Textilien mit Naturfarben gefärbt werden. Zum Beispiel mit Indigo. Spätestens seit meinem Besuch in Sakhon Nakhon weiß ich was es bedeutet, (s)ein “blaues Wunder” zu erleben…

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Zu guter Letzt… – wo legt man sich zur Ruhe? Im Dorf Takae zum Beispiel gibt es kleine, einfache Hütten oder auch ein Ferienhaus mit 3 Schlafzimmern für eine größere Gruppe. Eine Übernachtung kostet 350 THB/Person inkl. Frühstück. Wer zum Abendessen bleiben will, zahlt 200 THB extra…

Zur Verständigung vor Ort benutzt man Hand und Fuss… und lächelt! Keine Sorge, wer mit Zeichensprache nicht weiterkommt, dem eilt Khun Tuk  zur Hilfe. Sie ist mit einem Schweden verheiratet und spricht daher gut Englisch.

Der direkte Kontakt zwischen Ausländern und der Bevölkerung wird von der “Sila Homestay Community” ausdrücklich erwünscht. Insofern ist das “Slow Travel”-Projekt in Khon Kaen absolut vorbildlich, um nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus zu fördern.

© Text: Nathalie Gütermann
Recherche: Sigrid Stelling
Fotos: Sigrid S./Khun Tuk

Information

BEISPIEL EINES FERIEN-PAKETS:

2 Tage/1 Nacht im Sila Homestay mit Dorf-Aktivitäten
· Übernachtung in einem der drei Dörfer der Sila-Gemeinschaft
· Vollpension: 3 Mahlzeiten mit authentischer Isaan-Küche
· Lernen Sie das Leben der Blumenzüchter kennen.
· Zollen Sie Respekt vor der heiligen Dharmma-Säule
· Basteln Sie ein “Thung Maeng Mum”, eine farbenfrohe Flagge
· Färbetechniken von Textilien mit natürlicher Indigofarbe
· Bai Sri Kwan: Teilnahme an einer Segnungszeremonie (& Almosengabe)
· Weitere Workshops, Farming und Landgänge optional vor Ort

Kosten: 980 THB / Person

Kontakt: Khun Tuk – spricht gut Englisch
Telefon (auch fuer Line): +66 8 2478 9614
Facebook: @silahomestay

Mit Khun Tuk kann man alle Optionen abklären, und sie organisiert auch die Abholung von Gästen in Khon Kaen.

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